Nasenstrips gibt es seit Jahrzehnten, was sie irgendwie zu einem der meistmissverstandenen Produkte im Apothekenregal macht. Hier sind sechs Fakten darüber, wie sie wirklich funktionieren, die selbst Leute überraschen, die sie seit Jahren benutzen.
1. Die engste Stelle deiner gesamten Atemwege sitzt in der Nase, nicht im Rachen
Die meisten denken, der Rachen sei der engste Teil des ganzen Atemwegs, weil Schnarchen und Schlafapnoe dort am meisten diskutiert werden. Tatsächlich ist die Nasenklappe, ein kleiner flexibler Bereich direkt hinter den Nasenlöchern, die engste Stelle im gesamten System. Enger als dein Rachen, deine Luftröhre oder irgendwo sonst, wo Luft durchmuss.
2. Deine Nase wechselt, welche Seite offener ist, den ganzen Tag und die ganze Nacht
Es gibt einen dokumentierten Vorgang namens Nasenzyklus, bei dem die Durchblutung abwechselnd zwischen den beiden Nasenlöchern wechselt. Eine Seite ist gerade offener, die andere etwas mehr zu. Fast niemand bemerkt das bewusst, obwohl es an jedem einzelnen Tag deines Lebens im Hintergrund läuft.
3. Hinlegen allein reicht, damit sich deine Nase enger anfühlt
Du musst nicht krank sein oder eine Allergie haben, damit sich deine Nase nachts mehr zu anfühlt. Die Schwerkraft verteilt dein Blut anders, sobald du flach liegst, und lässt das Gewebe in der Nase leicht anschwellen. Das hat nichts mit Erkältung zu tun und alles mit einfacher Physik, die auf die Lage deines Körpers wirkt.
4. Deine Nase produziert ein Gas, das der Lunge hilft, Sauerstoff aufzunehmen
Das Nasengewebe produziert Stickstoffmonoxid, das mit der eingeatmeten Luft durch die Nase in die Lunge wandert und eine Rolle dabei spielt, wie effizient Sauerstoff ins Blut übergeht. Atmen durch den Mund überspringt diesen Schritt komplett, weil dort nichts davon produziert wird. Dieselbe Luft kann also weniger effizient verarbeitet werden, je nachdem, welchen Weg sie in deinen Körper genommen hat.
5. Studien haben rund 30 Prozent mehr Luftstrom allein durch einen Strip gemessen
Das ist keine Schätzung aus der Marketingabteilung. Studien haben mit einem Verfahren namens Peak Nasal Inspiratory Flow den Luftstrom direkt gemessen, mit und ohne Strip, und im Schnitt Zuwächse in diesem Bereich gefunden. Ein dünnes Klebeband mit gebogenem Kunststoffkern lieferte ein messbares, wiederholtes Ergebnis, mit nichts Komplizierterem als Zug.
6. Nasenstrips tun fast nichts gegen Schlafapnoe, trotz jahrzehntelanger Annahme
Weil Nasenstrips und Schlafapnoe ständig in denselben Gesprächen übers Schnarchen vorkommen, nehmen viele an, das eine behandelt das andere. Die Forschung sagt durchgehend etwas anderes. Schlafapnoe passiert hinten im Rachen, an einer komplett anderen Stelle als die Nasenklappe, an der ein Strip arbeitet. Deshalb finden Studien wenig bis keine relevante Veränderung der Apnoe-Schwere allein durch Strips.